Bach-Blüten für Mensch und Tier

Präsentation von Dr.med.vet. Heidi Kübler

Bach-Blüten für Mensch und Tier


Dr.med.vet. Heidi Kübler
Prakt. Tierärztin – Biologische Tiermedizin
Heilpraktikerin

Bach-Blüten-Therapie – was ist das?

  • Seit über 70 Jahren bei Menschen ein-gesetzt, seit über 20 Jahren bei Tieren
  • Eigenständiges Therapieverfahren aus der Regulationsmedizin (Naturheilverfahren)
  • Benannt nach dem englischen Arzt Dr. Edward Bach (1886-1936)
  • In sich abgeschlossenes, für den Menschen entwickeltes Therapiesystem mit einem philosophischem Hintergrund

Bach-Blüten-Therapie – was ist das?

  • 39 verschiedene Blütenmittel:
    • 38 Einzelmittel
    • 1 Kombinationsmittel (Rescue Remedy)
  • Hergestellt aus wild wachsenden Pflanzen:
    • ungiftig, keine ausgesprochenen Arznei- oder Nahrungspflanzen
  • Herstellungsmethode (physikalisch):
    • Pflanzenenergie wird auf Wasser übertragen
      • Sonnenmethode
      • Kochmethode

Bach-Blüten-Therapie – was ist das?

  • Bach-Blüten-Präparate sind:
    • alphabetisch geordnet (von Agrimony bis Willow)
    • der Reihe nach nummeriert (von 1-39)
  • Handelsform: sog. „stockbottles“
    • original englische Bach-Blüten sind apothekenpflichtig
    • gebrauchsfertige Präparate werden für jeden Patienten individuell durch Verdünnung hergestellt (Bach-Blüten-Mischungen zum Einnehmen)

Hintergrund

 

Dr. Edward Bach (1886-1936)

  • Arzt
  • Homöopath
  • Begründer der Bach-Blüten-Therapie

Edward Bach – Biographie in Stichworten

  • 24.09.1886 Geburt in Moseley (bei Birmingham, Großbritannien)
  • 1903-06 Lehre in der väterlichen Messinggießerei
  • 1906-14 Studium der Medizin in Birmingham und London Leiter der Unfallstation der Universitätsklinik
  • 1917 gesundheitlicher Zusammenbruch, Krebsoperation die Ärzte gaben im noch 3 Monate zu leben

Edward Bach – Biographie in Stichworten

  • 1919-22 Anstellung am Londoner Homöopathischen Krankenhaus
  • 1920-28 Veröffentlichungen in der Homöopathie, homöopathische Kongresse
    • Hatte eine eigene Allgemeinpraxis, ein Labor und einen Beratungsraum für Mittellose in London
  • Ab 1928 sucht Bach in der Natur nach Pflanzen, die seine bisherigen Mittel ersetzen
  • Ab 1930 Aufgabe seines bisherigen Lebens
    • Verkauf von Praxis und Labor in London, Umzug nach Wales

Edward Bach – Biographie in Stichworten

  • 1930-31 Entdeckung der 12 Heiler:
    • Impatiens, Mimulus, Clematis, Agrimony, Chicory, Vervain, Centaury, Cerato, Scleranthus, Water Violet, Gentian, Rock Rose
  • 1933 Veröffentlichung von „Die zwölf Heiler“
    • Entdeckung der „vier Helfer“:
    • Gorse, Oak, Heather, Rock Water
  • 1934 Entdeckung von Wild Oat, Olive, Vine
    • Zusammenstellung von Rescue Remedy-Nr. 39

Edward Bach – Biographie in Stichworten

  • 1934/35 Entdeckung weiterer 19 Heilmittel innerhalb von 6 Monaten:
    • Cherry Plum, Elm, Pine, Larch, Willow, Aspen, Hornbeam, Sweet Chestnut, Beech, Crab Apple, Walnut, White Chestnut, Chestnut Bud, Red Chestnut, Honeysuckle, Wild Rose, Star of Bethlehem, Mustard.
  • 1936 Edward Bach ist überzeugt, dass sein Heilsystem nun abgeschlossen ist und will es auf einer Vortragsreise bekannt machen.

Edward Bach – Biographie in Stichworten

  • 24.09.1936 erster öffentlicher Vortrag in Wallingford (an seinem 50. Geburtstag)
  • 27.11.1936 Tod im Schlaf durch Herzversagen

Edward Bach – Krankheit

„Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv; ein Werkzeug, dessen sich unsere Seele (das Höhere Selbst) bedient, um uns auf unsere eigenen Fehler hinzuweisen, um uns von größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten und uns auf dem Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen.“

Heile Dich selbst, 1930

Edward Bach – Krankheitsursachen

Zu den Krankheitsursachen schreibt Bach:

  • „Die eigentlichen Grundkrankheiten des Menschen sind Charakterschwächen wie Stolz, Grausamkeit, Hass, Egoismus, Unwissenheit, Unsicherheit und Habgier.“

Edward Bach – Wirkung seiner Mittel

Über die Wirkung seiner Blüten-Konzentrate schrieb Bach 1934:

  • „Bestimmte wildwachsende Blumen, Büsche und Bäume höherer Ordnung haben durch ihre hohe Schwingung die Kraft unsere menschliche Schwingung zu erhöhen und unsere Kanäle für die Botschaften unseres spirituellen Selbst zu öffnen und unsere Persönlichkeit mit den Tugenden, die wir nötig haben, zu überfluten und dadurch Charaktermängel auszuwaschen, die unsere Leiden verursachen.“

Edward Bach – Wirkung seiner Mittel

  • „ Wie schöne Musik oder andere großartige, inspirierende Dinge sind sie in der Lage, unsere ganze Persönlichkeit zu erheben und uns unserer Seele näher zu bringen. Dadurch schenken sie uns Frieden und entbinden uns von unserem Leiden.
  • Sie heilen nicht dadurch, dass sie die Krankheit direkt angreifen, sondern dadurch, dass sie unseren Körper mit den schönen Schwingungen unseres Höheren Selbst durchfluten, in deren Gegenwart Krankheit hinwegschmilzt wie Schnee in der Sonne.“

Warum Bach-Blüten für Mensch und Tier?

  • Je enger Tiere mit Menschen zusammenleben, desto mehr nehmen sie von ihnen auf
  • Was wissen Tiere über Menschen?
    • Tiere können sich durch ihre Sinne über 80 % der menschlichen Persönlichkeit erschließen
    • Tiere beobachten ihre Menschen und registrieren Abweichungen in Verhalten und Stimmung

Warum Bach-Blüten für Mensch und Tier?

  • Können Tiere lieben?
    • Sitz der Gefühle im Gehirn ist das Limbische System
    • Tiere besitzen ein Limbisches System
    • Das Hormon Oxytocin („Liebeshormon“) wurde auch bei Tieren nachgewiesen
  • Können Tiere trauern?
    • Tiere können eine tiefe Bindung zu einem tierischen oder menschlichen Partner entwickeln
    • Der Tier- oder Menschenpartner ist Bezugspunkt
    • Verlieren sie diesen, gerät ihre Welt aus den Fugen

Wie untersuchen Tiere Menschen?

  • Hunde – „Mediziner“
    • Können bevorstehende epileptische Anfälle anzeigen
    • Können Krebserkrankungen riechen
  • Katzen – „Psychologen“
    • Können anhand des Geruchs erkennen, ob ein Mensch ängstlich oder nervös ist
    • Erstellen über ihre Sinnesrezeptoren ein psychologisches Profil von Menschen
    • Können beim Menschen Muskelspannungen wahrnehmen

Tiere und ihre Prägungen

  • Wildtiere (v.a. Fluchttiere) - mentale Prägung
  • Pferde, Vögel, Kühe - mentale Prägung
  • Kleine Nagetiere - mentale Prägung
  • Katzen – abhängig von ihrem Bezug zum Menschen - mentale / emotionale Prägung
  • Hunde - emotionale Prägung

Beziehung Tier - Tierhalter

  • Tiere leben heutzutage sehr eng mit Menschen zusammen
  • Tiere übernehmen soziale Rollen (Partner, Kind)
  • Je enger das Zusammenleben, desto mehr übernimmt das Tier von seinem Menschen
  • Tiere sind ehrlicher als Menschen
  • Zeigen nach außen, wenn etwas nicht stimmt

Bach-Blüten: Einsatzgebiete bei Mensch und Tier

  • Alle psychosomatischen Probleme:
    • konkrete Ängste, Ängstlichkeit
    • Trauer, depressive Verstimmungen
    • Aggression, Aggressivität
  • Begleitung in schwierigen Lebensphasen:
    • Pubertät, Wechseljahre, Alter
    • Trennung, Verlust eines Familienmitgliedes
    • Prüfungssituationen

Einsatzgebiete beim Tier

  • Hunde:
    • Angst vor dem Autofahren, vor Gewitter, Feuerwerk, lauten Geräuschen
    • Angst vor dem Alleine bleiben
    • übermäßiges Bellen, Kläffen
    • Hyperaktivität, Unruhe
  • Katzen:
    • Unsauberkeit in der Wohnung
    • Umzug, neue Möbel
    • Eingewöhnen neuer Tiere

Grenzen der Bach-Blüten-Therapie

  • E.Bach: „Bevor man feststellen kann, ob ein Mensch seelisch aus dem Gleichgewicht geraten ist, muss man sich versichern, dass er weder unterkühlt ist, noch unter starkem Hunger leidet oder übermüdet ist.“
  • Vor dem Einsatz von Bach-Blüten sollte unbedingt abgeklärt werden, ob organisch alles in Ordnung ist.

Rescue Remedy - Notfalltropfen


 

Einziges Kombinationsmittel

Bestehend aus fünf verschiedenen Einzelblüten:

  • Nr. 6 Cherry Plum
  • Nr. 9 Clematis
  • Nr. 18 Impatiens
  • Nr.26 Rock Rose
  • Nr. 29 Star of Bethlehem

Nr. 6 – Cherry Plum - Kirschpflaume

 

  • Edward Bach:
    • „Furcht, den Verstand zu verlieren oder dass man gefürchtete, schreckliche Dinge tun könnte, die man nicht will und als falsch erkennt, während man trotzdem den Impuls spürt, sie zu tun.“

Cherry Plum beim Menschen

  • Die Blüte der Offenheit und Gelassenheit
    • Angst vor seelischen Kurzschlusshandlungen
    • Neigung zu unbeherrschten Temperaments-ausbrüchen, „rastet aus“
    • extreme innere Spannungen
    • Zwangsvorstellungen, Wahnideen
    • Ein Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen

Cherry Plum beim Tier

  • Tiere neigen zu überschießenden und unkontrollierten Reaktionen aus für den Menschen nichtigem Anlass:
    • zwanghaftes Verhalten
    • Neurosen, Hysterie
    • Angstbeißer
    • Unruhe, Unbeherrschtheit
    • innere Anspannung
    • „rasten aus“

Nr. 9 – Clematis – Gemeine Waldrebe

Edward Bach: „Für jene, die verträumt, schläfrig, nicht ganz wach sind und kein großes Interesse am Leben habe
n. Ruhige Menschen, die nicht ganz froh mit den gegenwärtigen Umständen sind und mehr in der Zukunft als im Jetzt leben; sie leben ihre Hoffnungen auf glücklichere Zeiten, in denen ihre Ideale wahr werden könnten. Im Krankheitsfalle machen manche von ihnen sich kaum oder gar keine Mühe, wieder gesund zu werden, und einige Fälle scheinen sich sogar auf den Tod zu freuen, in Erwartung

Clematis beim Menschen

  • Die Tagträumer- und Idealismusblüte
    • Menschen ziehen sich in ihre eigene Traumwelt zurück
    • Tagträumer, abwesend
    • schwacher Selbsterhaltungstrieb
    • Neigung zur Ohnmacht
    • Phantasie und Realität können oft nicht mehr unterschieden werden

Clematis beim Tier

  • Teilnahmslos wirkende Tiere, die keine ernsthaften Erkrankungen haben
    • Konzentrations- und Lernschwächen
    • teilnahmslos, antriebslos, interesselos, gleichgültig
    • Absencen, Lernschwächen
    • Herabgesetzte Motivationsfähigkeit
    • Senilität, früh gealterte Tiere

Nr. 18 – Impatiens – Drüsentragendes Springkraut

 

Edward Bach:

  • „Für jene, die rasch sind im Denken und Handeln und alles schnell und ohne Zögern tun wollen. Im Falle einer Erkrankung sind sie darauf bedacht, rasch wieder zu genesen.
  • Es fällt ihnen sehr schwer, mit langsamen Menschen Geduld zu zeigen, da sie es für falsch und eine Zeitverschwendung halten, und sie setzen alles daran, um solche Menschen in ihrem Tun zu beschleunigen.

Impatiens beim Menschen

Die Blüte der Geduld und Sanftmut

  • ungeduldige und leicht gereizte Menschen
  • aktive, energische Persönlichkeiten
  • sehr schnell, leicht ungeduldig
  • Neigung zu Unruhe und Nervosität und überschießenden Reaktionen
  • Kinder können nicht stillsitzen

Impatiens beim Tier

Tiere wirken immer ungeduldig, hektisch und angespannt, neigen zu heftigen, überschießenden Reaktionen

  • Hyperaktivität
  • Aggressivität
  • innere Anspannung, Gereiztheit
  • Nervosität, Ruhelosigkeit
  • ermüden rasch

Nr. 26 – Rock Rose – Gelbes Sonnenröschen

  • Edward Bach:
    • „Das Heilmittel in Notfällen, ja, in allen Fällen, in denen es scheinbar keine Hoffnung mehr gibt. Bei Unfällen oder plötzlicher Erkrankung oder wenn der Patient sehr erschreckt ist oder große Angst hat, oder wenn die Lage ernst genug ist, um den Anwesenden ebenfalls große Angst einzujagen. Wenn der Patient nicht bei Bewusstsein ist, kann man ihm die Lippen mit dem Mittel benetzen. Zusätzlich kann man auch noch andere Heilmittel anwenden, wie zum Beispiel Gemeine Waldrebe (engl. Clematis), wenn die Bewusstlosigkeit wie ein tiefer Schlaf scheint, oder Odermennig (engl. Agrimony) bei qualvollen Schmerzen, usw...“

Rock Rose beim Menschen

Die Panikblüte

  • akute körperliche und seelische Panikzustände
  • extreme Angstgefühle in konkreten Situationen
  • Panikattacken, fühlt sich wie gelähmt
  • Außerstande angemessen zu reagieren
  • Alpträume

Rock Rose beim Tier

Tiere neigen zu unkontrollierten Panikreaktionen in bestimmten Situationen:

  • Gewitter- und Schußangst
  • Unruhezustände
  • Angst vor dem Festgehaltenwerden
  • Schock
  • Zusammenbruch

Nr. 29 Star of Bethlehem – Doldiger Milchstern

 

  • Edward Bach:
    • „Für jene, die in großer Bedrängnis oder in Umständen sind, die sie sehr unglücklich machen.
    • Der Schock einer schlimmen Nachricht, der Verlust eines lieben Menschen, der Schreck nach einem Unfall und ähnliche Zustände.
    • Für jene, die sich eine Zeitlang gar nicht trösten lassen wollen, bringt dieses Heilmittel Erleichterung.“

Star of Bethlehem beim Menschen

Die Blüte des Schocks und der Reorientierung

  • Der „Seelentröster“; hilft Menschen, die Nachwirkungen von körperlichen, seelischen oder geistigen Schocks zu überwinden
  • traumatische Erlebnisse wurden bzw. werden nicht adäquat verarbeitet

Star of Bethlehem beim Tier

Tiere machen den Eindruck, dass sie ein Schockerlebnis nicht richtig verkraftet haben:

  • Traurigkeit, Resignation
  • Fundtiere, bei/nach Tierheimaufenthalt
  • entwickeln Stubenunreinheit
  • fehlende Motivation

Rescue Remedy - Notfalltropfen

Wann können sie bei Mensch und Tier eingesetzt werden?

  • in allen Notfallsituationen
    • als Erstmaßnahme
  • nach heftigen Aufregungen, nach Schrecksituationen
    • nach Beinahe-Unfällen
    • Raufereien von Tieren
  • bei Angst und Panik
    • Angst / Panik vor Gewittern
    • wenn sich Tiere sehr erschreckt haben

Rescue Remedy - Notfalltropfen

Wann können sie eingesetzt werden?

  • vor belastenden Situationen
    • Arzt-/Zahnarzt-/Tierarztbesuch
  • Notfalltropfen können nicht eine unbedingt notwendige ärztliche oder tierärztliche Untersuchung und Behandlung ersetzen!
    • z.B. größere Schnittverletzungen müssen genäht werden

Rescue Remedy - Notfalltropfen

Wie können sie eingesetzt werden?

  • Mensch: 2-4 Tropfen aus der Stock-bottle (Konzentratflasche in 1 Glas Wasser – schluckweise trinken
  • schmerzende Stellen einreiben
  • Tiere: 2-5 Tropfen auf die Stirn zwischen die Ohren tropfen und verreiben
  • direkt in den Mund tropfen

Rescue Remedy - Notfalltropfen

Wie häufig können sie gegeben werden?

  • Je akuter und gravierender ein Notfall ist, desto häufiger können die Tropfen gegeben werden.
  • Abstand zwischen den Gaben: 5-30 Minuten
  • so lange wiederholen, bis Mensch/Tier sich beruhigt haben
<
>
  • Navigation