Wenn die Gelenke Probleme machen

Präsentation von Dr.med.vet. Heidi Kübler

Wenn die Gelenke Probleme machen – Schüßler-Salze bei Mensch und Tier

Dr.med.vet. Heidi Kübler
Prakt. Tierärztin
Biologische Tiermedizin
Heilpraktikerin

Übersicht

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  • Bewegungsapparat
  • Einführung – Schüßler-Salze
  • Die zwölf Schüßler-Salze
    • Kurzportraits
  • Einsatz von Schüßler-Salzen bei Problemen mit dem Bewegungsapparat

Bewegungsapparat

Ist aufgebaut aus:

  • Knochen – Knochenverbindungen (Gelenke)
  • Knorpel
  • Bandapparat
  • Sehnen, Sehnenscheiden
  • Quergestreifte Muskulatur
  • Nerven
  • Bindegewebe

Beschwerden/Erkrankungen

  • … können verschiedene Ursachen haben:
    • traumatisch, entzündlich, degenerativ
  • … können von der Dauer her unterschiedlichen Verlauf haben:
    • akut, chronisch
  • … können an verschiedenen Strukturen des Bewegungsapparates auftreten:
    • Knochen, Bindegewebe, Nerven, Muskeln

Beschwerden/Erkrankungen

  • Mensch:
    • Rheumatische Beschwerden
    • Chronisch-degenerative Erkrankungen am Bewegungsapparat
  • Tiere (Hunde, Katzen):
    • Chronisch-degenerative Erkrankungen am Bewegungsapparat
      • Arthrosen, Spondylosen

Wann Selbstbehandlung?

  • Grundsätzlich sollte vor der Einnahme von Medikamenten eine Untersuchung durch einen Therapeuten/-in erfolgen
  • bei akuten, leichten Beschwerden:
    • Besserung muss nach 2-3 Tagen erfolgen
  • bei bereits bekannten, wiederkehrenden Beschwerden
    • Einsatz der bewährten Mittel bringt innerhalb von 2-3 Tagen Besserung

Einführung Schüßler-Salze

  • Seit wann gibt es Schüßler-Salze?
    • seit 1870 arbeitete der homöopathische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler an ihrer Entwicklung
    • 1874 erste Veröffentlichung („Abgekürzte Therapie“)
  • Was sind Schüßler-Salze?
    • apothekenpflichtige Arzneimittel für Menschen
    • potenzierte Mineralstoffpräparate
    • nach den Vorschriften des homöopathischen Arzneibuches hergestellt (potenziert)
    • in Tablettenform oder als Salben im Handel

Einführung Schüßler-Salze

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  • *21.08.1821 in Bad Zwischenahn nahe Oldenburg
  • † 30.03.1898 in Oldenburg
  • homöopathischer Arzt und Entwickler der nach ihm benannten Biochemie nach Schüßler

Wilhelm Heinrich Schüßler

  • suchte nach einer Möglichkeit, die Homöopathie überschaubarer zu machen
  • wollte eine „Volksheilkunde“ schaffen
  • Idee: Krankheiten entstehen durch das Fehlen von Mineralstoffen und können durch die Gabe der entsprechenden Mineralstoffe geheilt werden
  • analysierte die Asche von Leichen

Wilhelm Heinrich Schüßler

dabei stellte er fest:

  • in unterschiedlichen Organen dominieren unterschiedliche Mineralsalze
  • es gibt 11 verschiedene Mineralsalze in menschlichen Geweben
  • Mineralverbindungen homöopathisch aufbereitet haben eine Heilwirkung
  • grobstoffliche Mineralverbindungen haben diese Heilwirkung nicht

Wilhelm Heinrich Schüßler

  • 1874 Veröffentlichung
    • „Eine abgekürzte Therapie, gegründet auf Histologie und Cellular-Pathologie“
  • Ab 1874 behandelte Schüßler nur noch mit seinen Mineralstoffpräparaten, die er „Funktionsmittel“ nannte
  • 1885 Gründung des ersten biochemischen Vereins in Oldenburg
  • Heute: Biochemischer Bund Deutschlands (http://www.biochemie-net.de)

Grundsatz der Biochemie

  • Ein schwerer Mineralstoffmangel im Körper kann durch die Schüßler-Salze nicht behoben werden.
  • Die biochemischen Präparate helfen, das richtige Salz zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen.

Die 12 Schüßler Salze

  • Nr. 1 Calcium fluoratum
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum
  • Nr. 4 Kalium chloratum
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum
  • Nr. 8 Natrium chloratum
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum
  • Nr. 11 Silicea
  • Nr. 12 Calcium sulfuricum

Nr. 1 Calcium fluoratum

  • Das Knochenmittel
    • Gewebebezug: Knochen, Zahnschmelz, Oberhaut, Sehnen, Bänder, Gefäße
  • Einsatzgebiete:
    • degenerative Veränderungen an Knochen, Knorpeln und Gelenken (Arthrose)
    • Bindegewebs- und Bänderschwäche
    • chronische Lymphdrüsenverhärtungen
    • verzögerte Heilung von Knochenbrüchen
    • Jungtiermittel: für eher überaktive und hektische Charaktere

Nr. 2 Calcium phosphoricum

  • Das Stärkungs- und Nervenmittel
    • Gewebebezug: Knochen, Zähne; in allen Körperzellen enthalten
  • Einsatzgebiete:
    • Wachstumsprobleme bei Jungtieren
    • fördert den Blut-, Eiweiß- und Zellaufbau nach schweren Erkrankungen
    • bei Krämpfen, Zittern der Skelettmuskulatur, Unruhe und Angstzuständen
    • Körperbau: zart, schlank, ängstlicher Charakter

Nr. 3 Ferrum phosphoricum

  • Das Akut- und Entzündungsmittel:
    • Gewebebezug: Blutfarbstoff (Hämoglobin), Muskulatur (Myoglobin), Enzyme (Fermente)
  • Einsatzgebiete:
    • Anfangsmittel bei allen Infektionskrankheiten wie z.B. Halsentzündungen, Schnupfen
    • Neigung zu Erkältungskrankheiten, Abwehrschwäche
    • frische Wunden mit hellroten Blutungen
    • Blutarmut durch Störungen im Eisenstoffwechsel
    • Erschöpfungszustände, Sauerstoffmangel, Konzentrationsschwäche

Nr. 4 Kalium chloratum

  • Das Schleimhautmittel
    • Gewebebezug: Schleimhäute im Hals-, Nasen- und Rachenbereich, Magen-, Darmbereich, Blase, in den Bronchien
  • Einsatzgebiete:
    • alle Entzündungen mit zähen, weißen Schleimabsonderungen
    • Bronchitis mit weißlichem Auswurf
    • Durchfälle mit glasigen Schleimhautfetzen
    • Blasenentzündung mit Abgang von weißlichen Schleimhautfetzen

Nr. 5 Kalium phosphoricum

  • Das Nerven- und Muskelmittel
    • Gewebebezug: Nervensystem, Gehirn und Muskulatur
  • Einsatzgebiete:
    • bei und nach zehrenden, erschöpfenden Erkrankungen, Erschöpfungszuständen
    • Nervosität, Überreiztheit und Schreckhaftigkeit
    • Nervenschmerzen, -reizungen, -lähmungen
    • unangenehmer, fauliger Körpergeruch
    • „Antibiotikum der Biochemie“

Nr. 6 Kalium sulfuricum

  • Das Haut- und Lebermittel
    • Gewebebezug: Oberhaut, Schleimhäute, Leberzellen
  • Einsatzgebiete:
    • Basismittel für Hauterkrankungen
    • Alle Entzündungen mit gelblichen Absonderungen und Eiterungen
    • Chronisch eitriger Schnupfen
    • Stirnhöhlenvereiterungen
    • Entgiftung

Nr. 7 Magnesium phosphoricum

  • Das Krampf- und Schmerzmittel
    • Gewebebezug: Nerven, glatte und quergestreifte Muskulatur
  • Einsatzgebiete:
    • Koliken, krampfartige Schmerzen
    • Muskelhartspann nach Kälte- oder Nässeeinfluss
    • Unwillkürliches Muskel- und Gliederzucken
    • Nervenschmerzen (Neuralgien)
    • Unruhe, Einschlafstörungen
    • „Aspirin“ der Biochemie nach Schüßler

Nr. 8 Natrium chloratum

  • Das Bewässerungsmittel
    • Gewebebezug: Körperflüssigkeiten, Zwischenzellflüssigkeit, Magen, Nieren, Knorpel, Knochen
  • Einsatzgebiete:
    • trockene Haut mit feinen, weißen Hautschuppen
    • wässriger, wund machender Fließschnupfen
    • Neigung zu Wassereinlagerungen (Ödemen)
    • wässriges Erbrechen oder wässriger Durchfall
    • Knacken in Gelenken, Knorpelschäden

Nr. 9 Natrium phosphoricum

  • Das Entsäuerungsmittel
    • Gewebebezug: Zwischenzellflüssigkeit, Säure-Basen-Haushalt, Stoffwechsel
  • Einsatzgebiete:
    • Verdauungsstörungen mit säuerlich riechenden Durchfällen oder Erbrechen
    • Störungen der Fettverdauung
    • Stein- oder Grießbildung in Galle, Niere und Blase
    • rheumatische Beschwerden
    • verstopfte oder entzündete Talgdrüsen (Akne)

Nr. 10 Natrium sulfuricum

  • Das Ausscheidungsmittel
    • Gewebebezug: Körperflüssigkeiten, zwischen den Zellen im Extrazellulärraum
  • Einsatzgebiete:
    • stinkende, gelb-grünliche Absonderungen
    • morgendliche stinkende Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung
    • Stinkenden Blähungen mit unwillkürlichem Stuhlabgang
    • Nässende Hautausschläge, Geschwüre Hautpilzerkrankungen
    • Rheumatische Beschwerden mit Verschlimmerung bei feucht-kaltem Wetter

Nr. 11 Silicea

  • Das Stabilisierungsmittel
    • Gewebebezug: Bindegewebe, Nerven, Haut, Haare, Nägeln
  • Einsatzgebiete:
    • Entzündungen mit Eiterungen
    • Haarausfall oder Haarwachstumsstörungen
    • Hautjucken mit trockenen-schuppiger Haut
    • Bindegewebsschwäche, Bänderschwächen
    • Neigung zu starker Narbenbildung nach Verletzungen

Dosierung der Schüßler-Salze

Mensch:

  • Akutdosierung:
    • alle 5-15 Min. 1-3 Tabletten im Mund zergehen lassen
    • Heiße Sieben: 10 Tabletten Nr. 7 Magnesium phosphoricum in ein Glas heißes Wasser, noch warm schluckweise trinken
  • Regeldosierung bei längerer Einnahme
    • 2-6 x täglich 1-2 Tabletten
  • Äußerliche Behandlung mit Salben:
    • die betroffene Stelle mit 1-3 x täglich einreiben

Dosierung der Schüßler-Salze bei Tieren

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Häufigkeit der Gabe:
  • 1-3 x täglich
Kleine Heimtiere:
  • < 500 g - ¼ Tbl.
  • 500 – 1,5 kg - ½ Tbl.
  • über 2 kg - 1 Tbl.

Kuren mit Schüßler-Salzen

Bewährt hat sich die Anwendung von 2 bis 4 verschiedenen Salzen gleichzeitig:

  • 1. Salz: passend zum Typ (Typmittel)
    • z.B. für schlanke, schreckhafte Hunde Nr. 11 Silicea
  • 2. Salz: passend zum betroffenen Organ:
    • z.B. bei Knochenproblemen Nr. 1 Calcium fluoratum
  • 3./4. Salz: passend zu den momentanen Beschwerden
    • z.B. bei Neigung zu Muskelkrämpfen Nr. 7 Magnesium phosphoricum

Einsatz von Schüßler-Salzen bei Problemen mit dem Bewegungsapparat

Salze und ihr Gewebsbezug:

  • Knochen: Nr. 1, Nr. 2, Nr. 8
  • Nerven: Nr. 2, Nr. 5, Nr. 7, Nr. 11
  • Bindegewebe: Nr. 1, Nr. 11
  • Knorpel: Nr. 8
  • Muskeln: Nr. 2, Nr. 5, Nr. 7
  • Sehnen, Bänder: Nr. 1,

Literatur

  • Heepen, G.H.: Schüßler-Salze – 12 Mineralstoffe für die Gesundheit
  • Heepen, G.H.: der große GU Kompass Schüßler-Salze
  • Heepen, G.H.: Schüßler-Kuren – Heilanwendungen mit den 12 Salzen
  • Kübler, H.: Schüßler-Salze für Hunde
  • Kübler, H.: Schüßler-Salze für Katzen
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